Unser Kirchentagebuch 66

Heute feiern wir 71 Jahre Freiheit …

Der heutige Tagebucheintrag ist von:
Pater Roger Abdel Massih CML

Samstag, 23. Mai 2020

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Heute feiern wir 71 Jahre Freiheit – nämlich die Freiheit der freien Entfaltung der Persönlichkeit, Religionsfreiheit, Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit, Freizügigkeit, Freiheit der Berufsausübung und viele andere mehr.

Unser Grundgesetz wurde am 23. Mai 1949 ausgefertigt und verkündet.

Was für ein großes Geschenk!

Ich bin geboren im Libanon; von meinen Großeltern habe ich gehört, Libanon sei die Schweiz des Ostens, vieles war damals gut, aber zu meiner Zeit war Krieg, Spaltungen, und leider ist vom vormaligen Libanon nichts mehr geblieben.

Vielen anderen Ländern geht es eventuell sogar noch schlimmer, als was in Libanon geschieht …

Man kann nur erahnen, wie wichtig das Licht ist, wenn man die Dunkelheit kennt.

Daher bin ich sehr dankbar, dass in Deutschland so vieles möglich ist. Heute bei der Renovabis Aktion werden wir mit Kroatien verbunden sein; wir werden hören und erfahren, wie die Menschen dort leben. Ich lade Sie herzlich ein, daran teilzunehmen, selbst wenn Sie nicht persönlich kommen können; sie können es zu Hause durch unseren live stream sehen und hören.

Ich bin dankbar, dass es eine Kirche gibt, die überall auf der ganzen Welt die lindernde Hand Gottes vertritt. Und damit sind Türen und Chancen geöffnet für viele Länder, ein bisschen Licht zu erleben.

Albert Schweizer sagt einmal:“ Gebete ändern die Welt nicht. Aber Gebete ändern die Menschen. Und die Menschen verändern die Welt.“

Lass uns zusammen beten und dankbar sein, und mit unserem Gebet  im Herzen mit den vielen Menschen auf der ganzen Welt verbunden sein. Und so beten wir gemeinsam:

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

(Franz von Assisi)

Eine Bitte:
Nicht alle unsere Gemeindemitglieder haben die Möglichkeit, unser Tagebuch online zu verfolgen. Falls Sie jemanden kennen, der nicht im Internet ist: Drucken Sie den Text aus und bringen sie ihn (vielleicht bei einem Spaziergang?) vorbei.
Vielen Dank!

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