Unser Kirchentagebuch 76

Federleicht der Geist und doch konkret….

 

Der heutige Tagebucheintrag ist von:
Harald Stuntebeck, Pastoralreferent

 

Dienstag, 2. Juni 2020

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Heute sind wir schon einen Tag nach dem Pfingstfest. Pfingsten ist ein entscheidendes Erlebnis, das die Jünger, die ersten Christen gemacht haben. Dieser Jesus Christus ist quicklebendig durch seinen Geist in uns Menschen. Die Grenzen der Zeit überschreitet er, weil diese seine Präsenz in den Menschen, die an ihn glauben weiter fortbesteht, über die Jahrhunderte, Jahrtausende,..

Und immer wieder hilft dieser Geist den Menschen ihr Leben im Heute und jetzt zu bewältigen. Nicht nur zu ertragen sondern kreativ zu gestalten: Die Energie, die Liebe und die grenzenbrechende Kraft  dieses Jesus Christus im eigenen Leben zu erfahren.

Sprachbarrieren fallen, Grenzen zwischen verstrittenen Menschen können überwunden werden, und auch soziale Abgründe und Gefälle können ausgeglichen und gerechter gestaltet werden.

Menschen und Völker die im Krieg leben, können den Weg des Friedens finden.

Sicher, das klingt alles wunderbar schön, ist aber im Konkreten gar nicht einfach. Wer einmal einen persönlichen tiefgreifenden Konflikt überwunden hat weiß, wie viel Energie und Überwindung, wie viel an Bereitschaft Vertrauen ohne Sicherheiten zu schenken das kostet und mit wie vielen Rückschlägen auf so einem Weg umgegangen werden muss.

Genau für diese konkreten Lebenssituationen sagt uns Jesus mit dem Pfingstfest seine Gegenwart in unseren Leben zu. Da, wo man nicht die Begeisterung spürt, da wo man an die Grenzen menschlicher Belastbarkeit kommt.

Ich will sagen: Auch wenn ich mich am Pfingstfest nicht überschwänglich oder ferderleicht fühle, umso mehr gilt mir diese Zusage, Jesu bei mir zu sein, und mich mit seinem Geist in meinem Leben zu begleiten.

Renovabis, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel und Osteuropa will dazu mit den Kollekten und Spenden, die an Pfingsten gesammelt werden ein Zeichen setzten. Denen, die nicht die Leichtigkeit des Lebens spüren in den Ländern Mittel- und Osteuropas soll damit konkret geholfen werden. Mit der Spende kann nicht alles Leid behoben werden. Die konkrete Hilfe ereignet sich nur an ein paar Orten. Die Spende ist aber viel mehr. Sie ist ein Zeichen der Verbundenheit, ein Zeichen der Hoffnung, der Satz: ich denke an Dich und Du bist mir wichtig.

Renovabis stellt in diesem Jahr  seine Pfingstaktion unter das Motto „Selig die Frieden stiften“ (Mt 5,9) So möchte ich Sie einladen für den Frieden mit zu beten. Renovabis gibt uns dazu einen Vorschlag:

Geheimnisvoller Gott,
Dein schöpferischer Geist
schafft Vielfalt und Lebendigkeit, er inspiriert und erfreut.

Guter Gott
Dein Geist
ist ein Geist des Friedens.

Wir bitten Dich
stärke die Zufriedenheit in unseren Herzen
und die Friedfertigkeit in unserem Handeln.

Und lass uns staunend wahrnehmen,
was Dein Geist in dieser Welt bewirkt
und wie sehr wir ihn brauchen,
damit wir Deiner wunderbaren Schöpfung
und einander gerecht werden.

Amen

Eine gute und gesegnete Pfingstzeit wünscht Euch und Ihnen Ihr

Dr. Harald Stuntebeck

Bitte,
denken sie auch an die Menschen in ihrer Umgebung, die nicht über einen Internetzugang verfügen und drucken sie das Kirchentagebuch aus und werfen es ihren Nachbarn, Freunden und Bekannte bei einem kleinen Spaziergang in den Briefkasten!
Vielen Dank

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