Unser Kirchentagebuch 74

Pfingsten

Der heutige Tagebucheintrag ist von:
Juraj Sabados,
Pfarrer der slowakischen Gemeinde

Sonntag, 31. Mai 2020, Pfingsten

 

Joh 20, 19-23

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.

Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

Liebe Schwestern und Brüder.

Es ist Pfingsten. Lassen sie uns gemeinsam überlegen, was dieses Fest eigentlich für uns bedeuten könnte.

  1. Liebe als Geschenk des Geistes

An Pfingsten feierten die Juden das Geschenk des Gesetzes „das Fest Schawuot“. Während die Juden feierten, steigt der Heilige Geist auf die Gemeinschaft der Jünger Jesu herab. Dadurch entsteht eine neue Beziehung – ein neuer Bund zwischen Gott und den Menschen. Ab jetzt gelten keine äußeren Gesetze mehr, das einzige was wirklich zählt ist die Liebe. Die Liebe zwischen Gott und den Menschen.

  1. Liebe kennt keinen Unterschied

Jesus, trat in ihre Mitte, steht im Evangelium. Jesus ist nicht vorne, um zu verhindern, dass einige Jünger ihm näher stehen als andere. In der Beziehung zu Gott sind wir alle gleich. Gottes Geist und seine Liebe macht keinen Unterschied zwischen einzelnen Menschen.

  1. Liebe als Auftrag der Christen

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Der Auftrag Jesu ist erfüllt und an die Jünger weiter gegeben. Die Rolle der Gläubigen, die Rolle der christlichen Gemeinschaft besteht nicht darin, Dogmen anzubieten oder schlimmer noch, sie durchzusetzen, sondern die Mittel der Liebe: So wie der Vater den Sohn gesandt hat, um seine Liebe zu offenbaren, muss die Gemeinschaft ein sichtbares Zeugnis sein – selbstlose Liebe, die dient.

Am Pfingsten feiert die Kirche Geburtstag. Und zum Geburtstag wünschen wir immer dem der feiert etwas.

Ich wünsche der Kirche, ich wünsche uns, dass wir, erfüllt mit Gottes Geist, die Zeugen der Liebe Gottes in dieser Welt sind. Dazu wünsche ich uns viel Freude, viel Elan und Energie, Kraft und Mut.

Ein schönes Pfingstfest.

Juraj Sabados

 

Bitte,
denken sie auch an die Menschen in ihrer Umgebung, die nicht über einen Internetzugang verfügen und drucken sie das Kirchentagebuch aus und werfen es ihren Nachbarn, Freunden und Bekannte bei einem kleinen Spaziergang in den Briefkasten!
Vielen Dank

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.