Unser Kirchentagebuch 41

Wer fragt, bekommt antworten

Der heutige Tagebucheintrag ist von:
Juraj Sabados,
Pfarrer der slowakischen Gemeinde

Dienstag, 28. April 2020

 

Wer fragt, bekommt antworten

Wir Menschen haben oft viele Fragen.

Manches lässt sich einfach beantworten. Alleine, ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Doch andere Fragen sind schwieriger. Da brauchen wir Hilfe um weiterzukommen. Und manches bleibt leider unlösbar.

Im heutigen Evangelium (Joh 6, 22-29) ist es ähnlich. Die Menschen am See von Tiberias suchen nach Jesus. Sie wollen ihn zur Rede stellen. Und haben Fragen… Und dieser antwortet, selbstverständlich. Aber anders als gehofft: „Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.“ (Joh 6,26).

Jesus versucht ihnen provokant die Augen zu öffnen. Weg von dem menschlichen „was bringt mir das“ hin zu einer größeren Wahrheit.

Und er geht sogar noch weiter in seiner Erklärung: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“ (Joh 6, 29).

Es ist typisch für Christen, sich um gute Taten zu bemühen. Es ist gut, gute Taten zu tun. Aber es ist noch besser, Gottes Werke zu tun. Gute Taten kann jeder. Gottes Taten nur die, die glauben.

Wir denken manchmal, dass schnell etwas getan werden muss. Jesus bittet uns aber eigentlich um etwas anderes: er bittet uns zu Glauben.

Glaubst du? Tust du Gottes Werke? Oder bist du nur bei den Guten geblieben?

Eine Bitte:
Nicht alle unsere Gemeindemitglieder haben die Möglichkeit, unser Tagebuch online zu verfolgen. Falls Sie jemanden kennen, der nicht im Internet ist: Drucken Sie den Text aus und bringen sie ihn (vielleicht bei einem Spaziergang?) vorbei.
Vielen Dank!

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