Unser Kirchentagebuch 38

Bleiben Sie gesund!

 

 

Der heutige Tagebucheintrag ist von:
Verena Nitzling
Gemeindereferentin

Samstag, 25. April 2020

 

Bleiben Sie gesund!

Haben Sie einmal gezählt, wie oft Sie in den letzten Wochen diese drei Worte „Bleiben Sie gesund“ am Tag aussprechen oder selbst zu hören bekommen?

Sei es mündlich im persönlichen Kontakt zum Beispiel beim Einkaufen, beim Spazieren gehen, am Telefon oder auch am Ende einer Telefonkonferenz oder schriftlich in einer E-Mail, einer Message am Handy oder im persönlichen Brief?

Und da spielt es keine Rolle, ob es Angehörige in der Familie, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen oder die Dame an der Kasse ist.

Es geht um die innere Haltung und der Wunsch, dass die Menschen um uns herum gesund bleiben und derzeit vor allem vor dem Corona-Virus verschont bleiben.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich diese drei Worte vor Corona selten an der Kasse zu einer Kassiererin gesagt. Beim Wochenendeinkauf oder vor Feiertagen wünschen sich die Menschen ein schönes Wochenende oder schöne Feiertage. Der Wunsch nach Gesundheit wurde bis vor kurzem selten z.B. an der Kasse ausgesprochen.

Gesundheit können wir leider nicht kaufen. Gesundheit liegt nicht in unserer Hand.

Hören wir von der Geburt eines Babys, erkundigen wir uns gleich, ob Mutter und Kind wohlauf und gesund sind. Denn nichts ist selbstverständlich! Wenn eine Person niest, wünschen wir ihr Gesundheit. An Geburtstagen formulieren wir oft: Ich wünsche Dir Gesundheit und Gottes Segen.

Einige Menschen kommen leider schon krank zur Welt, lernen von klein auf mit ihrer Krankheit zu leben, sei es mit einem Herzfehler, mit der Diabetes oder mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung. Sie müssen in Ihrem Leben diese Krankheiten annehmen und in ihr Leben integrieren.

Andererseits können wir einiges für unsere Gesundheit tun, z.B. auf gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung achten, nicht rauchen, wenig Alkohol trinken, keine Drogen konsumieren, regelmäßig zum Gesundheits-Check-Up gehen.

In diesen Wochen sehnen sich viele Menschen danach, gesund zu bleiben oder zu werden. Vor allem die Menschen, die an dem Corona-Virus oder an Krebs etc. erkrankt sind.

Wie heißt es so schön: Ein Gesunder hat viele Wünsche – ein Kranker nur einen!

In der Bibel wird Gott unter anderem als „Arzt“ beschrieben. Im 2. Buch Mose heißt es im Kapitel 15, Vers 26: „Ich bin der Herr, dein Arzt“. Diese Zusage galt damals für das Volk Israel und sie gilt heute auch uns.

Durch Jesus Christus haben wir den Zugang zu Gott. Ihm können wir anvertrauen, was uns bedrückt. Wir dürfen Jesus Christus unsere Not klagen und ihm vertrauen. Bei Gott als „Arzt“  werden wir niemals auf einen zeitlich weit entfernten Termin vertröstet, es gibt kein stundenlanges Warten im Wartezimmer. Er möchte in seiner Macht uns Menschen Hilfe und Heilung geben. Das geht leider nicht von jetzt auf gleich. Es gibt nicht schnell irgendeine Pille, damit alles wieder gut wird.

Gott hilft nicht mit Donner und Paukenschlag. Aber er stellt mir z.B. Menschen an die Seite, die in solchen Zeiten für mich da sind, mich begleiten, mir Mut machen, mit mir kämpfen und es mit mir aus-halten.

„Ich bin der Herr, dein Arzt“ (2 Mose 15, 26). Es braucht einen langen Atem, viel Geduld und vor allem Vertrauen!

Bleiben Sie gesund!

Ihre Verena Nitzling

Bitte,
denken sie auch an die Menschen in ihrer Umgebung, die nicht über einen Internetzugang verfügen und drucken sie das Kirchentagebuch aus und werfen es ihren Nachbarn, Freunden und Bekannte bei einem kleinen Spaziergang in den Briefkasten!
Vielen Dank

 

 

 

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