Ökumenischer Fastensonntag
2019 in St. Hedwig

Am Sonntag, dem 17. März 2019 feierten wir in St. Hedwig den ökumenischen Fastensonntag. Pünktlich um 11.00 Uhr eröffnete Pastoralreferent Rolf Müller zusammen mit Prädikant Herrn Karl Schmidt von der evangelischen Gemeinde Griesheim den Gottesdienst. Thema des Gottesdienstes waren die Bergmomente in unserem Leben.

Doch bis zu den Bergmomenten ist es ein langer Weg, mit vielen Umwegen, wie Prädikant Karl Schmidt erläuterte. Da wäre zunächst das Wort Gottes, das nicht so einfach zu „verdauen“ ist. Manche Menschen geben gleich auf, andere kämpfen lange Zeit damit und scheitern dann doch. Aber Gott will uns helfen, unser Leben zu meistern.

Ein weiterer Stein auf unserem Weg ist die Kirche selbst, die mit ihren Strukturen und Verhaltensweisen die Menschen eher abschreckt als ermuntert.

Manchmal ist es aber auch schwer, einen Sinn zu sehen. Ernüchtert stellt man fest, das das alles ja keinen Sinn macht. In dieser Situation hilft das Vertrauen auf den heiligen Geist, auch wenn wir im Moment nicht das Ganze durchblicken, denn Gott geht es um die Wahrheit.

Pastoralreferent Rolf Müller  vertiefte dann das Thema der Bergmomente, beginnend mit einer Schilderung aus einem seiner Urlaube. Da passte alles. Alles fügte sich nahtlos zusammen. Allein die Tatsache, dass es diese Glücksmomente in unserem Leben gibt, dass sie real sind, hilft uns in schwereren Zeiten.

Auch die Jünger Jesu: Petrus, Johannes und Jakobus hatten am Berg Tabor einen solchen Bergmoment. Alles schien perfekt zu sein. In diesem Moment des Glücks will man dann nur eines: Festhalten! Aber diese Bergmomente kann man nicht festhalten und nicht künstlich erzeugen. Sie sind einmalig und nicht wiederholbar. Das gilt auch für unser Leben.

Nach diesem Bergerlebnis geht es berab. Nicht nur, weil die Jünger den Berg wieder verlassen, sondern auch, weil das Leben Jesu am Kreuz endet. Wir können dem Leid nicht ausweichen, aber die Bergerlebnisse bieten uns Schutz vor Verzweiflung und vollkommener Resignation. In diesen Situationen ist es hilfreich, sich der persönlichen Bergmomente zu erinnern, die ja durchaus real waren und daraus Kraft für die Zukunft zu schöpfen. Beten ist sicher eine dieser Kraftquellen.

Kraft schöpfen aus den schönen Momenten unseres Lebens, vielleicht auch schon bei den anstehenden Tagen der Begegnung in diesem Jahr oder z. B. bei dem ökumenischen Kirchentag im Jahr 2021. Bergmomente werden möglich, wenn wir mit anderen teilen; wenn wir verzichten, können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Dann stellen wir eine Verbindung zu Gott her, das ist die Grundlage für neue Bergmomente in unserem Leben.

Nach diesen Predigten, dem Vater unser, dem großen Glaubensbekenntnis und dem Segen gab es im Gemeindesaal eine gute Gemüsesuppe zum Mittagsessen. Die Tische hatten zuvor viele Helfer*innen gestellt und geschmückt. Bei Kaffee und Keksen klang dieser Tag dann aus. Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben.