Das Wochenwort 17

Erntedank

 

Das heutige Wochenwort kommt von:
Monika Stanossek
Pastoralreferentin / Pfarrbeauftragte

Sonntag, 4. Oktober 2020

 

Erntedank

An diesem Wochenende sind unsere Kirchen mit Früchten aus den Gärten und von den Feldern geschmückt, wir feiern das Erntedankfest. Die Äpfel, Birnen, Kartoffeln, Gemüse, Kürbisse und anderes mehr, was unsere Kirchen schmückt, machen uns bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, all das genießen zu dürfen. Wir danken dafür!

Der Dank schließt die ein, die weltweit dafür arbeiten, dass wir so viel zur Verfügung haben. Im Danken erkennen wir den Wert dessen, wofür wir danken. Und die Menschen kommen in den Blick für die das alles nicht zur Verfügung haben, denen die Früchte der Natur, die Lebens-Mittel und Lebensgrundlagen vorenthalten werden. Die Zahl der Hungernden weltweit steigt dramatisch, gerade durch die Corona-Pandemie. So könnte der Dank für das Gute im eigenen Leben dazu führen, sich einzusetzen, dass Menschen überall auf der Welt die Voraussetzungen für ein Leben in Würde haben: Land, Zugang zu Wasser, Arbeitsmöglichkeiten, Bildung, Freiheit, gerechte Verteilung der Güter, Teilhabe am öffentlichen Leben, gleiche Rechte für Frauen und Männer …

Wenn wir Gott für die Gaben danken, bekennen wir damit, dass wir letztlich ihm unser Leben mit allem, was es mit sich bringt und ausmacht verdanken. Unser Leben und das Beste in unserem Leben wie Freundschaft, Liebe, Zuwendung, die Erfahrung von Verzeihung, können wir nicht selbst machen, sondern wird uns geschenkt.

Der Hl. Franz von Assisi, dessen Festtag am heutigen Sonntag, dem 4. Oktober ist, hat in seinem Sonnengesang Worte für Lob und Dank des Menschen an Gott gefunden. „Gelobt seist du, mein Herr …“, so beginnt jede Strophe des Liedes und benennt dann sehr konkret den Anlass des Lobes. (Gotteslob 19,2) Vielleicht ein Gebet für den heutigen Tag auch für Sie?

2 Gedanken zu „Das Wochenwort 17

  1. Wie selbverständlich ist es hier in Mitteleuropa geworden, immer über genügend und vielfältige Lebensmittel zu verfügen. Daß war nicht immer so und die Gedankenlosigkeit wie vieles auf der Straße und im Müll landet erschreckt mich.
    Unsere Vorfahren dankten vor jeder Mahlzeit. Das würde uns sicher auch heute gut tun und zum Nachdenken anregen über die Herkunft, den Wert und die Arbeit die erforderlich ist, damit wir satt werden.

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