Unser Kirchentagebuch!


Der heutige Tagebucheintrag ist von:

Pastoralreferent Rolf Müller

          19. März Heiliger Josef, bitte für uns

Erst gestern Morgen hat mir eine Frau auf der Straße von ihren Sorgen im Angesicht dieser Krise erzählt. In der Firma ihres Mannes blieben die Aufträge aus; nach und nach würden die Angestellten nach Hause geschickt. „Ob mein Mann nächste Woche noch Arbeit hat, weiß ich nicht“, hat sie mir gesagt. Ich weiß: Ganz vielen Menschen geht es in diesen Tagen genauso. Ich hoffe und ich bete darum, dass unsere politischen Verantwortlichen alles dafür tun, dass unserer Wirtschaft „über Wasser“ gehalten werden kann. Damit meine ich nicht nur die großen Konzerne, sondern ganz besonders geht es mir um die Hilfe für die „kleinen Leute“; seien es Arbeiter, Angestellte oder Selbständige.

Wir haben einen Patron für diese Leute, und dessen Hochfest ist genau heute: Der Heilige Josef! Er war derjenige, der Mut gehabt hat: Er nahm Maria, die ziemlich allein war, zu sich und hat alle Gefahren des Lebens mit ihr zusammen gemeistert. Ich glaube, dass er auch ein Vorbild an Zuversicht war: Selbst bei der Flucht nach Ägypten hat er sie nie verloren. Dabei war er kein lauter Typ sondern einer, der angepackt hat und gesehen hat, was zu tun ist. An der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt sehen wir ihn genauso: Bei der Arbeit, inmitten seiner Familie. Diesen Mut, dieses Anpacken und dieses Gottvertrauen wünsche ich uns allen auch.

Normalerweise hätten wir heute in der Kirche Mariä Himmelfahrt ein festliches Hochamt für den Heiligen Josef gefeiert. Und mit Sicherheit wäre Pfarrer Glaser – wie in den vergangenen Jahren auch – hinterher mit den Gottesdienstbesuchern draußen ans Josefshaus gegangen. Denn dort steht ja die wunderschöne Josefsfigur, die sogar noch aus der Fassade des „alten Josefshauses“ kommt. In meinen Gedanken stehe ich da heute Abend auch. Ich denke dann an den Heiligen und an die, die jetzt vor großen wirtschaftlichen Sorgen stehen. Heiliger Josef, bitte für uns!

E-Mail: r.mueller@mariaehimmelfahrt-ffm.de

Beitragsbild von bulba1 auf Pixabay

Eine Bitte: Nicht alle unsere Gemeindemitglieder haben die Möglichkeit, unser Tagebuch online zu verfolgen. Falls Sie jemanden kennen, der nicht im Internet ist: Drucken Sie den Text aus und bringen sie ihn (vielleicht bei einem Spaziergang?) vorbei. Vielen Dank!

3 Gedanken zu „Unser Kirchentagebuch!

  1. Ja, der Mann wird unterschätzt. War für Jesu Entwicklung wohl der, der die
    menschenbezogene Sichtweise befördert hat.
    Maria kam ja nun Mal aus hohepriesterlicher Umgebung, also strenger in Auslegungsfragen.

  2. Danke Rolf für die anschaulichen und zugleich tröstenden Worte. Ja, wir sollten es Josef gleich tun…annehmen und anpacken! Indem wir räumlich/äußerlich Distanz halten können wir für das Allgemeinwohl viel tun. Auch wenn es schwer auszuhalten ist und so mancher es nicht wirklich verstehen mag, warum die räumliche Distanz in diesen Tagen so wichtig ist, sollte man es einfach mal tun….es kann noch schlimmer kommen. Ein Ausgehverbot wäre für alle drastischer und eine wirklich extrem einschneidende Erfahrung. Vielleicht telefonieren wir mal wieder öfters anstatt einer unpersönlichen Whats app…doch ein hervorragendes Mittel des persönlichen und sozialen Kontakts um den Liebsten bzw Freunden ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern…ihnen zu zeigen: Ich bin da, wenn auch an einem anderen Ort. Übrigens finde ich das Tagebuch eine klasse Idee!
    In diesem Sinne ziehen wir alle an einem Strang und helfen mit uns gegenseitig zu schützen.
    Bleibt gesund und trotz allen Umständen positiv gestimmt…gemeinsam werden wir auch dies überstehen.
    Birgit Schumak

  3. Ich kann mich noch an letztes Jahr erinnern; ich war noch neu in der Gemeinde und habe mit den Gemeindemitgliedern an der Pieta gebetet … dies ist und bleibt für mich einer der gravierendsten Eindrücke in der Gemeinde Mariä Himmelfahrt.

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